Geschichte des Familienunternehmens Richter von Berchem


Oswald RichterOswald Richter Mein Großvater Oswald Richter arbeitete zu Beginn seiner Karriere mit Alma Engel zusammen an damals schon aus der Masse der Goldschmiedekunst herausstechenden Einzelschmuckstücken und Silbergerät. Viele dieser besonderen Stücke sind noch heute mit der Punzierung „Richter/Engel“ im Umlauf. Nach der Trennung von Alma Engel gründete Oswald Richter in Saarbrücken das bis heute bestehende Familienunternehmen Richter von Berchem.

Hedda von Berchem Gemeinsam mit seiner Ehefrau Hedda von Berchem kreierte er schon innovativen Schmuck und setze für Kunden jegliche auch noch so ausgefallenen Wünsche in kleine kreative Wunder um. So entstanden im letzten Jahrhundert viele schöne Gegenstände wie Teeservice, Ornamente, Initialen für Türgitter, Bestecke, Nadeln, Fingerhüte, Tabletts etc. und natürlich auch wunderschöne Schmuckstücke.

Der zweite Weltkrieg ging auch an unseren Großeltern nicht spurlos vorüber. Ihre gesamte Existenz, die aus dem gemeinsamen Geschäft bestand, wurde Opfer der Bombenangriffe und sie entschlossen sich dazu, in Bad Kreuznach einen Neuanfang zu machen. Gemeinsam bekamen sie ihre Tochter, meine Mutter Mechthild Richter, welche in späteren Jahren das Geschäft übernahm. Mechthild Loh Zunächst heiratete meine Mutter aber unseren Vater Otto Loh, einen Kaufmann aus Wetzlar, und zog nach Hessen, um den gemeinsamen Traum einer Familie zu verwirklichen. In Wetzlar wurden ich (Nina Hedda Loh) und meine Schwester Kathy Karolin Loh (Bankkauffrau und Diplom-Psychologin) geboren. Nach dem Tod der Großeltern übernahm zunächst Erwin Stegmaier, der handwerkliche „Ziehsohn“ von Oswald Richter, die Werkstatt und unsere Mutter führte das Unternehmen von Wetzlar aus weiter. Erwin Stegmaier

Im Jahr 1985 zog ich nach Abschluss meines Abiturs und nach einem Studium in Gießen nach Bad Kreuznach und in die familieneigene Werkstatt ein. Dort erlernte ich unter Leitung des Goldschmiedemeisters Erwin Stegmeier die Goldschmiedekunst und die ganz eigenen Techniken der Fa. Richter von Berchem, die noch vom meinem Großvater weitergegeben worden waren. 1987 wurde ich Gesellin in der Fa. Richter von Berchem, 1991 schloss ich meine Meisterprüfung ab. Im selben Jahr heiratete ich den Mainzer Jörg Lohmann, der später auch noch unter der Leitung von Erwin Stegmaier die Ausbildung zum Goldschmied abschloss.

Nach dem Ausscheiden von Erwin Stegmaier in seinen wohlverdienten Ruhestand übernahm ich die Geschäfte vor Ort und die Leitung des Betriebes. Nina Lohmann Unsere Mutter engagierte sich vor allem in der persönlichen Kundenbetreuung. So fanden die Kunden der Fa. Richter von Berchem zu jederzeit eine kompetente Beraterin in Sachen Schmuck und auch immer wieder ein offenes Ohr in anderen Belangen für sich vor.

Im Juli 2004 ging ich dann kreativ und unternehmerisch eigene Wege und gründete in Rüdesheim das Goldschmiedeatelier NINA Lohmann. Der Anlass zur Fusion des traditionellen und des neuen Geschäftszweiges war ein trauriger, nämlich der Tod unserer Eltern im Jahr 2011, deren Wunsch es war, dass die Tradition und das Handwerk der Fa. Richter von Berchem weiterleben. Seit Dezember 2012 führe ich nun gemeinsam mit meinem Mann die Firma Richter von Berchem, sowie das Goldschmiedeatelier Nina unter einem Dach im Weinsheimer Weg in Rüdesheim.